Die zwei Seiten der Sedimentation – Notwendigkeit und Problem


Sediment ist ein essentieller Gewässerbestanteil. Es schützt das Fließgewässer vor Sohl- und Ufererosion. Gleichzeitig ist es wichtiger Lebensraum für die Bodenlebewesen (Benthos) und liefert Sohlsubstrate.

Wird Sediment in Stauseen zurückgehalten, schränkt es früher oder später deren Betriebsraum und damit die Funktion des Stausees ein und kann auch die Abflussorgane verlegen. Spätestens dann sind schnelle und oft kostspielige Lösungen unabdingbar. Gleichzeitig führt das stromab fehlende Sediment oft zu Erosionsschäden am Gewässer mit Folgewirkungen bis in den Grundwasser- und Mündungsbereich der Flüsse.

Zur Linderung des Sedimentmangels finden jedes Jahr aufwändige künstliche Sedimentzugaben in betroffene Gewässer statt. Gleichzeitig stehen Stauseebetreiber vor der Herausforderung, dem Sedimentüberschuss im Stausee zu begegnen.

Herkömmliche Lösungen lösen die Probleme nur teilweise und schaffen oft neue, egal ob Stauraumspülungen oder Baggerkampagnen eingesetzt werden. Viele Maßnahmen sind oder wären extrem teuer bzw. sind mit kostspieligen Anlagenstillständen und großen Wasserverlusten verbunden. Daneben haben herkömmliche Lösungen durch die Spülvorgänge oder das Entfernen des Sediments aus dem Fließgewässersystem erhebliche ökologische Folgewirkungen.



 
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